Kitschige Liebesanekdoten – “Der Zwergdoktor” Teil II

Neben harten Schlägen, heißen Flammen hört man nun auch lautes Gestöhne aus feuchten dunklen Höhlen. Wie jede Woche werden mehr Bierfässer in die Bierhallen der Thorins Hallen geschleppt als andere Gasthäuser in einem Jahresabschnitt ausgeben. Nur ein Zwerg saß unbeeindruckt in einer Ecke und las etwas ganz besonderes. Der Zwergdoktor Teil Zwei ist endlich erschienen, ein Leichtpergament jenes seines Gleichen sucht, jedoch leider wohl vergriffen ist. Wir baten den netten Herren doch ein wenig daraus vor zu lesen, um unserer Leserschaft eine Probe zwergischer Literatur zukommen zu lassen.

  • Kapitel 17

In einer Bar abseits der Wege, in eine Höhle gehauen, sah man so wusste jeder die schönsten Frauen. Er tritt hinein, bestellte sich einen großen Humpen, bevor er sich umsah und eine Menge andere Zwerge an Tresen und Tischen im verrauchten Nebel erkennen konnte, bis sein Blick an etwas Rotem hängen blieb. Der kleine Zipfel bewegte sich schwingend auf einem Tisch. Leise polternd setzten sich seine Stiefel in Bewegung, um einen nahen Blick darauf zu erhaschen. Je näher er kam um so mehr verschwand seine Unterlippe nach unten, was sein Bart länger wirken und ihn attraktiver und langbärtiger erscheinen ließ als er war.

Um sie herum stand, saß und schlief bereits eine beachtliche Runde Trinkbegeisterte zwischen die er sich drängte. Oben auf der steinernen Tischplatte bewegte sich lasziv der kleine rote Zipfel im Kreis. Sein Blick blieb an dem Stoff hängen, der in seinem Ausmaß von einem guten Meter breite aber nur wenig Länge zauberhaft glitzernd in seinen Augen brannte. Nur langsam traute er sich den Blick nach unten schweifen zu lassen. Zwei weiße Keilerförmige Beine stemmten sich den Weg nach unten hinab, bis sie in enge Stiefel gepresst über den polierten Tisch glitten. Jeden Knubbel genießend folgte sein Blick an der nackten Haut wieder an der roten Fahne entlang nach oben. Der Nabel knapp überdeckt bot sich eine süße Rolle, die sich wie eine Marzipankugel in der Luft wälzte, bis die ersten Haare ihren Oberkörper verdeckten. Wie gerne hätte sie ihren Hals gesehen, als ihr Kopf sich schief legte, doch als dabei ihr Bart zur Seite schweifte und einen Teil der wollusten Brüste freigab schaffte er es nicht einmal seinen Kopf so weit in den Nacken zu legen, um ihr Gesicht in Augenschein zu nehmen. Ziemlich lange stand er wie gebannt in einer sich bewegenden, lauten und saufenden Menge, seine Lippen bereits trocken von der Luft beschloss er den Krug an zu setzen, was jedoch in Nackenlage kein einfaches Unterfangen war. Das kühle Bier floss seine Kehle hinunter und aufgrund der erregenden Aussicht ergoss es sich auch über sein Kinn hinweg, um ihn bis zu den Lenden tropfend zu benässen…

erzherz

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