Aufstieg einer Familie

Dhau 1 b

Aufstieg einer Familie (1.Teil)

*verlesen von Elsthor*

Wir schreiben das Jahr 1696 des zweiten Zeitalters im Ringarë dem ersten Elenya des Ringarë.
Mein Name ist Tyrilan von der Insel Meneltarma welche zum stolzen Land Nùmenor gehört.
Ich schreibe diese Zeilen, da ich nicht zu wissen vermag was mich oder die anderen erwartet.

Seit Monaten schon folgten wir einem Mann dessen Herkunft wir selbst kaum kannten. Was wir jedoch wussten war, dass dieser Mann sehr schweigsam war. Er sprach nur wenig und wenn dann nur um uns zu sagen was wir zu tun hätten, uns zu danken oder um sich wichtige Informationen zu erfragen.
Vor zwei Tagen verließen wir unsere Heimat und hatten bisher eine recht ruhige Überfahrt, doch unsere Reise sollte sich wohl noch einige Monde hinziehen und wir wussten nicht wohin es gehen sollte oder was der Sinn dieser Reise wäre.

Talan der Steuermann sagte mal er habe eine Vermutung, da er diese Reiseroute welcher wir folgten, wohl schon einmal gefolgt sei. Sollte dieser alte Mann recht behalten so würden wir auf ein Land zu steuern welches sich derzeit in einem Krieg befand an welchem unser Volk schon Jahre beteiligt sei. Ein Krieg ausgelöst von einem dunklen Schatten ausgeführt gegen Elben und Nùmenor.
Doch ich werde es nun dabei belassen da ich lang keinen Schlaf hatte und wurde so eben auf meinem Posten abgelöst.

Wir schreiben heute das Jahr 1696 des zweiten Zeitalter im Ringarë dem ersten Isilya des Ringarë.
Zwei Tage sind nun vergangen seit ich das letzte Mal meine Worte nieder schrieb, was mir leider nicht eher möglich war. Unser Steuermann brachte uns ohne es zu wissen in einen tiefen Nebel welchen wir fast zwei ganze Tage durchquerten. Ständig waren wir auf unseren Posten selbst jener Mann welcher uns in diese Lage brachte und welchem wir folgten. Immer wieder schossen wir Pfeile mit altem Pech aus unseren Fässern weit in die Fernem, in der Hoffung auf Land zu treffen.
Unser Schütze dessen Name Estrik war zählte jeden Pfeil schon nach siebenundachtzig Pfeilen musste er sich neue aus den Planken des Schiffes schnitzen, schließlich wollten wir nicht gegen einen Felsen brechen und in den Tiefen des Meeres Belegaer ertrinken.
Gut einige Stunden des Schweigens und des Surrens der brennenden Pfeile vergingen als wir ein stumpfes „Tock“ in der Ferne hören könnten und nach wenigen Augenblicken eine kleine Flamme in der Ferne brennen sehen konnten. Wir verhielten uns sehr ruhig und näherten uns der Flamme, in der Hoffnung auf neues Land zu stoßen doch wir mussten mit einer herben Enttäuschung feststellen, dass wir lediglich auf ein leeres Schiff stießen. Als wir dann unser Segel einholten und an Bord gingen, fanden wir zahlreiche tote Männer, der Gestank des Todes lag in der Luft, diese Männer mussten schon seit einigen Tagen auf diesem Kahn im Wasser treiben. Ihre Körper waren voll von Blut überströmt und Pfeile mit geschmiedeten Spitzen zierten ihre Körper. Keiner unserer Pfeile traf sie, nicht wir waren es welche diese Männer auf dem Gewissen hatten, waren doch unsere Pfeile längst mehr ohne Eisenspitzen. Doch wer konnte für diese Tat verantwortlich sein?
Wir durchsuchten die Kleidung der Männer und das gesamte Schiff auf Hinweise zu ihrem Reiseweg, wie auch nach Seekarten, Waffen, Wasser und vor allem Nahrung.

Was wir jedoch neben etwas Stockfisch und zwei Krügen altem und abgestandenen Wasser fanden, sollte den Lauf unserer Reise deutlich prägen. Denn auch jener Mann dessen Herkunft nicht sicher war, legte seinen Umhang ab. Hervor trat eine Person welche Ohren wie ein Elb hatte und stämmig wie ein Mensch war, so trug er eine Maske aus hochwertigem Eisen, in welcher tiefen Kerben ähnlich den Kratzspuren eines Tieres zu erkennen waren.

Was wir auf diesem Schiff so bedeutendes fanden, war lediglich ein verschlossenes Buch mit einem recht altem Wappen, dessen Tier ein Fuchs ähnliches Gebilde hatte. Dieses Buch zierte ein dicker Ledereinband welcher gut ein viertel Zoll stark war und von einem alten rostigem Schloss zusammen gehalten wurde.
Unser Anführer der Mann, welchem wir folgten, nahm dieses Buch an sich und verschwand darauf hin in an einen ruhigen Platz des Schiffes. Auch wenn es diesen Platz auf einem Schiff mit einer Länge von gut sechzig Fuß kaum gab, da das Schiff für die Überfahrt, Heimat von gut zwanzig Männern wurde und jeder sich seinen eigen Raum schaffte um etwas allein sein zu können.

Wir verharrten noch Stunden bei diesem Leichenschiff bis wir unsere Überfahrt fortsetzten, denn obwohl die Männer wegen des Gestanks bald wahnsinnig wurden, hielt uns etwas im Bann des Schiffes. Es war die Angst davor was uns in dem Nebel noch erwarten könnte. Während wir im Nebel mit dem anderen Schiff herum trieben, hörten immer und immer wieder, wie die kleinen Wellen des Meeres gegen die Schiffe schlugen, immer wieder platschte das Wasser gegen den Rumpf der Schiffe, bis dieses Geräusch von lautem Kampfgetöse aus der Ferne des Nebels vertrieben wurde. Wir entschlossen uns gemeinsam dazu den Kampf abzuwarten und im Schutze des Nebels zu bleiben bis dieser sich lichten sollte.

Als der Nebel endlich nach lies, wachten wir von dem Schrei der Möwen der nahenden Küste auf, welche ihre Kreise über uns zogen und wir mussten feststellen das wir uns in mitten eines Friedhofes von Schiffen wieder fanden. Unsere Reise brachte uns zur Küste von Tolfalas in welche ein großer Fluss mündete.
Ich könnte schwören hätten wir nicht unseren Steuermann gehabt, welcher schon alt an Tagen war, wüssten wir noch heute nicht wo wir damals gelandet wären.

Wir entschlossen uns diesem Friedhof von einem Seegrab zu entfliehen und ruderten mit aller Kraft entgegen des für uns neuen Landes.

Als uns unsere Kräfte verließen, waren es nur noch wenige hundert Klafter bis zum Strand. Doch aus der Ferne konnten wir auch am Strand Überreste eines Kampfes erblicken.

… (Fortsetzung folgt)

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