Welt-Tag des Stallmeisters

Wie gemeinhin bekannt, wird Allerortens am 24. des Juli jeden Jahres der Welt-Tag des Stallmeister begangen. Auch dieses Jahr wurde das großartige Fest wieder feierlichst begangen, erstmalig – und dafür sei der verantwortlichen Tour-Biene herzlichst gedankt – mit einer verordneten Dunkelzeit ab Mittag bis in den frühen Abend (downtime), um den Stallmeistern Gelegenheit zu geben, ihren Festtag ohne drängelnde Reisende zu begehen. Alle Reisenden in unseren schönen Landen haben bestimmt schon oft die Dienste eines Stallmeisters in Anspruch genommen, um von hier nach da zu gelangen. Dabei ist man oft genug in Gedanken an Kommendes oder Vergangenes, so dass wir den kunstfertigen Stallmeister, den, der das Reisen erst überhaupt möglich macht, nicht wahrnehmen.

Wie wird man eigentlich Stallmeister, kann das jeder werden, wie sieht es aus mit gindor meen strieming? und und und …

Stallmeister wird man nicht so irgendwie, Stallmeister ist man von Geburt, jedenfalls die Allermeisten. Mustert man aufmerksam die Meister des Reisefaches, so fallen doch, und insbesondere bei den Menschen, deutlich hervortretende Ähnlichkeiten auf (siehe Bild).

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Dies ist natürlich kein Zufall, sondern Zeichen einer uralten Tradition, dass eben nur Familienmitglieder stallmeistern dürfen und nicht ein dahergelaufener Irgendwer. Die Tradition begründet sich in verschiedenen Erfahrungen, zuallererst in der Diskretion zu Reisenden und deren Zielen. Wer will schon viel Anstrengung auf Anonymität verwenden und unbemerkt zum Abenteuerspielplatz Ettenöden reisen, um wenig später seinen Namen in einem Klatschblatt zu lesen, der von einem bestochenen Stallmeister der Regenbogenpresse geflüstert wurde. Um also das angesehene und auch ertragreiche Tun des Stallmeisters zu erhalten und mehren, ist neben Können und Benehmen die Diskretion das A und O des Berufes. Natürlich haben familiäre Abschottungen auch ihre Nachteile, irgendwann erschöpft sich die Frischheit des Blutes, Einschränkungen an Körper und Geist folgen. Soweit ist es gottlob noch nicht bei unseren Stallmeistern, ein Beleg, dass die Familienpolitik sorgfältig bedacht ist und von dann und Zeit geeignete Außenstehende in den Familienverbund aufgenommen werden. Ob zum bloßen Zeugen junger Stallmeister oder auch als Zeugende und Stallmeister, ist freilich wegen der Diskretion der Familienverbände nicht bekannt. Oft ist ja das Flirten mit Stallmeistern zu beobachten, verständlich, sind doch diese fesch und vermögend (siehe Bild 2).

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Auffällig ist jedoch, dass das gindor meen strieming bei Stallmeistern nur eine untergeordnete Rolle spielt. Jedenfalls sind alle Stallmeister der Menschen und Hobbits männlichen Geschlechts und damit Spiegelbild der als sehr patriarchalisch bekannten Gemeinschaften oben erwähnter. Ob Zwerge ebenfalls nur männliche Stallmeister dulden, ist so ohne weiteres nicht feststellbar, ist doch für einen Uneingeweihten nicht erkennbar, ob vor einem eine Zwergin oder ein Zwerg steht. Allerdings kann vermutet werden, dass Zwerge männliche Stallmeister stellen, denn die die Gefahr des versehentlichen Mißgriffs eines Reisenden bei zwei Ziegen ist doch groß. Die Elben hingegen scheinen mißliebige Elbinnen gern zu versetzen – in den Düsterwald. Dort sind die in unseren Landen einzigen mit Sicherheit vom Reisenden auszumachenden weiblichen Stallmeister (besser Stallmeisterinnen, noch meenstriemiger StallmeisterInnen) beschäftigt. Wir hoffen doch, dass dies nicht darin begründet liegt, dass die Damen den Schönheitsidealen der Elben nicht gerecht werden und daher in den Düsterwald verbannt werden, so dass die dortige Dunkelheit ihre Antlitze und Körper mildtätig verhüllt.

Dass es Sorgen, Zwiste und andere Nöte in den Stallmeisterfamilienverbänden gibt, ist gewiss. ab Dunland verlieren Stallmeister ihren Namen und damit ihre rechtliche Persönlichkeit. Als Unperson leisten sie schweigend ihre Dienste, ob für alle Zeiten oder zur Bewährung, wer weiß das schon.

Stellvertretend für alle StallmeisterInnen sollen hier die einzeln abkonterfeiten StallmeisterInnen stehen, um alle StallmeisterInnen zu ihrem Ehrentag zu würdigen (siehe Bild 3). Welche dunklen Geheimnisse auch immer die StallmeisterInnen umgeben, wir danken ihnen aufs allerherzlichste für ihre verlässlichen Dienste, wünschen ihnen Wohlergehen, nehmen die speziell für diesen Tag von der Tour-Biene verordnete Dunkelzeit nicht übel und erheben den Pokal auf sie – die StallmeisterInnen.

Rhubi-Tours, ein Reiseunternehmen Mittelerdes und wohlvertraut mit StallmeisterInnen

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