Rhubitours- „Glück auf Herr Bergmann“

Rhbitours

Die Felsentiefengrube – eine Beschreibung

(Rhubitours Reiseunternehmen Mittelerde)

Der Bergbau auf Mittelerde hat Tradition, Zeugnisse des Schaffens fleißiger Bergleute lassen sich immer wieder bestaunen. In Zeiten der Sprachentgleisungen und des neumodischen SchnickSchnacks ist dieser Bericht den Bergleuten gewidmet, deren Fleiß den heutigen Wohlstand Mittelerdes begündete.

Eines der bekanntesten Bergwerke ist die Felsentiefengrube in Thorins Halle. Sie ist erstaunlicherweise als saigere (senkrechte) Schachtanlage angelegt. Saigere Schächte wurden in späteren Perioden mit großem technologischem Wissen abgeteuft (gebaut), vielleicht ist der Schacht der erste dieser *neuen* Art. Ungewöhnlich in jedem Fall ist sein Querschnitt, der fast dreieckige Schachtquerschnitt weist ungünstige geomechanische Eigenschaften auf, bilden sich doch Spannungsspitzen in den Ecken, die die Standsicherheit des Schachtes erheblich reduzieren. Das mag ein Beleg für die frühe Entstehungszeit sein, eine Zeit, in der sich das geomechanische Wissen noch bildete. Es fällt weiterhin auf, dass der Schacht die Grube über das Schachttiefste nach Thorins Halle zur Bergfeste sümpft (entwässert). Damit musste auch die Wasserhaltung (Kanalisation) Übertage aufwändig ausgeführt werden, um die abfließenden Grubenwässer von der benachbarten Bergfeste abzuleiten. Die Felsentiefengrube weist keine weiteren Abbaue (Gewinnungsorte) auf, das heißt, der Schacht war gleichzeitig Gewinnungsort. Dieses Abbauverfahren eignet sich nur bei Blockerzlagerstätten (ein monolithischer Erzkörper), im Prinzip wird der gesamte Erzkörper abgebaut und nur ein Mindestmaß als Pfeiler bleibt stehen. Da es keinerlei weitere Stollen zum Schacht gibt, außer dem umlaufenden, kann technologisch der Schacht sowohl vom Tiefsten (Niveau Bergfeste) als auch von der Rasensohle (Niveau Winterhöhe) entweder ins Hangende (nach oben) oder ins Liegende (nach unten) vorgetrieben worden sein. Vermutlich ist er zunächst ins Tiefste vorgetrieben worden, da die Erzfunde zu dieser Zeit zufällig und an der Tagesoberfläche waren. Für diese Vermutung spricht auch das schmucklose Schachtportal, denn erst das Stollenportal im Tiefsten wurde prunkvoll ausgeführt, man war fündig geworden. Allerding wurde mit zunehmender Teufe (Tiefe) die Gewinnung immer schwieriger, da Wasser nach oben zu pumpen war und auch das Erz zur Tagesoberfläche gebracht werden musste. Die Gewinnung erfolgte wohl mit Schwarzpulver oder Sprengstoff (es ist am Gewinnungsort zu erkennen, dieser hat eine grobe Gesteinsstruktur) – merkwürdig, denn bei so einer alten Anlage erwartet man händische Gewinnung mit Eisen und Schlegel.

Das Bergwerk ist seit langer Zeit aufgelassen (aufgegeben). Es wird seit einiger Zeit als Ausbildungsgelände für junge Zwerge und Elben von der Ausbildungsakademie „L. Benn“ betrieben. Eine Besichtigung ist außerhalb der Ausbildungszeiten und nach Vorabsprache in Duillont am Sitz der Ausbildungsakademie möglich. Spenden, vorzugsweise in Form von edlem Wein, verbessern die Chancen einer Zusage.

Besuchen sie das Bergwerk, es lohnt – und immer, wenn Sie irgendwo in Mittelerde einen Bergmann treffen, so grüßen Sie ihn mit „Glück auf Herr Bergmann“, denn wir verdanken den Bergleuten unsere heutige Technologie. Achso – und vermeiden Sie, Bergleute irgendwo mit „Minenbauer“ anzusprechen, denn Minenbauer gibt es nicht, weder in unserer noch in einer anderen Sprache, nur einfältige Sprachübertrager können so ein Wort in die Welt setzen.

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