Genagt bis zum Kleinholz

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Als ich neulich ein mal in die Nähe meines Hauses reiste gab mir der Inspektor drei Tage frei. So schnürte ich mein Bündel, ritt fröhlich pfeiffend Richtung Heimat und freute mich auf eine Nacht in meinem eigenen Bett. Nachdem mein silberner Schlüssel das rostige Schloss geöffnet hatte gab die gesamte Tür nach, landete krachend auf dem Fußboden, was einen Bewohner MEINES Hauses aufschreckte. Mit Spinnen hatte ich gerechnet, doch vor mir bäumte sich eine kleine Schreckensgestalt auf die mich böse anzischte. Nein, keine Schlange, es war eine Ratte, kniehoch, mit dunklen Perlenaugen und ziemlich scharfem Gebiss. Immerhin schien sie sauber und gut gepflegt, was man von meinem Haus nicht gerade behaupten konnte. Die Regale der Vorratskammer waren nicht nur leergefressen, sondern kippten fast um vor lauter lochfraß. Aber zurück zur Ratte, die im Gegensatz zu anderen wohl nicht gewillt war sich zu verkrümeln. Fauchend reckte sie sich und es begann ein Kampf: Mann gegen Maus. Am Ende fand ich mich in einem Haufen Kleinholz wieder, bei einigen Stücken meine ich noch erkennen zu können um welches Möbelstück es sich einst handelte. Die Ratte? Nie wieder gesehen, aber meine freien Tage waren um. Ich denke sie wird nach meiner Abreise wieder das Zepter in meinem Haus übernehmen, doch beim nächsten Besuch bin ich vorbereitet. Immerhin kann ich sagen, dass zu Hause kein alter Drache auf mich wartet.

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