Sieben auf einen Streich!

In der letzten Woche war es wieder so weit, der Tag der Tage im Jahr war gekommen, nicht dass es offiziell ein Feiertag wäre aber gerade dies macht ihn sicher auch so besonders. Es war Vatertag und man sah so einige Herren sturzbetrunken durch die Lande ziehen, ganz gleich ob sie nun Söhne oder Töchter hatten oder überhaupt, es ging wohl wie immer um das Fröhnen des Bieres an sich und den männlichen Gröhlerfolg. Sicherlich war dies nicht mal besonders Sonderbar, fließt doch das Bier von Thorins Tor durch das Auenland bis nach Bree im Allgemeinen wie ein nicht endender Fluss. Der Inspektor und ich waren noch leicht angesäuselt unterwegs, redeten mehr Unsinn als je zuvor als wir auf ein merkwürdiges Lager stießen. Zunächst dachten wir beim Anblick der vielen Zelte an eine Art Wanderverein, der hier ihre Zelte aufgeschlagen hatte, denn es duftete nach Suppe und jemand gröhlte von Fern „Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiier, ohohoh Bier!“ Als wir uns näherten entdeckten wir einen Zwerg, der an einem Lagerfeuer saß und um ihn herum torkelte eine Festgesellschaft betrunkener Orks. Ziemlich schnell stellten wir fest, dass der singende Herr ein Bierkutscher war, der wohl überfallen worden ist und gerade dabei war, das Beste aus seiner Lage zu machen. Einen Moment überlegten wir noch wer betrunkener gewesen sein mochte, der Zwerg oder die Orks, die um das Feuer tanzten. Kurz schweiften meine Gedanken ab, ob die Orks den Zwerg in Bierteig verspeisen würden, wenn der Alkohol im Blut nachließe, doch der Inspektor schritt bereits entschlossen, zwischen den Zelten hindurch. Als der Zwerg uns erblickte wurden schnell ein paar Handzeichen ausgetauscht woraufhin sich der kurze bärtige Mann den Orkhauptmann zur Brust nahm, während der Inspektor und ich die Gruppe auseinander trieben und wie im Rausch einen nach dem anderen zu Fall brachten. Nachdem Ruhe einkehrte sahen wir uns um. „Sieben!“ rief ich, als ich zählte wieviele Orks ich um mich gehäuft hatte und hatte einen unendlichen Stolz in meinen Augen. „Zwölf“, entgegnete der Inspektor trocken, während der Zwerg nur rief:  „Einer, aber der saß auf dem größten Fass Bier!“ Wir halfen dem Kutscher beim reparieren seines Wagens, hievten gemeinsam das letzte Fass auf die Ladefläche und verabschiedeten uns. Nachdem der Wagen um die Ecke gebogen war tranken der Inspektor und ich noch ein Bier auf unseren Erfolg, bevor wir Pergament und Kreidestifte hervorholten, um dieses etwas wunderliche Ereignis zu porträitieren. „Solange du die Bilder nicht nebeneinander hängst, sind deine sieben gar nicht zu verachten, Mio“, meinte der Inspektor noch grinsend, bevor wir weiter zogen.

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