Traumberuf, dunkle Gestalt?

Früher sah man sie vereinzelt in Ecken stehen, meist etwas heruntergekommen gewandet.

Die Dirnen waren noch in edlen Etablissements wie der Mondsteinmaske untergebracht und das Blut floss durch die Straßen von Kaldrill und nicht quer durch Bree.

Seit einiger Zeit entwickelt sich eine Vielfalt von selbsternannten „Bösen Jungs und Mädchen“ mit erhöhtem Aufmerksamkeitsdefizit und Gruppenzwang.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Bree  zum Leben erwecken, die normalen Bürger und Gäste arbeiten oder sich vergnügen, braucht unsere neue Generation eine Weile bis alle Messerchen verstaut sind, das Keilerblut auf dem Hemd verschmiert ist, der Lidschatten mit Kohlestift gemalt und ihre Milchzahnkettchen angespitzt sind. Das ist auch durchaus sinnvoll, denn unter der schwarzen Gewandung würden einige von ihnen  in der Mittagssonne einen Vorgeschmack aufs Fegefeuer bekommen.

Während fröhliche Hobbits leckere Törtchen verspeisen, würgen sie sich ihr Schwarzbrot mit Blutwurst herunter und sind spätestens dann schlecht gelaunt.

Sicher auch, weil sie gar nicht genau wissen wem und was sie nacheifern sollen, oder wollen, denn die Meisten sehen sich trotz Assi-sinen Massen Ware als Individuum.  Und mal ehrlich, wenn man sich die düsteren „Bosse“ so ansieht, will man zwar über sie lachen, aber sich denen nicht unterwerfen.

Die Räuberlager sind besetzt, im Armenviertel werden einem die Stiefel zu dreckig. Wofür so lange eine Peitsche rollen und sich an den Gürtel stecken wenn sie keiner sieht der vor Angst erzittern könnte? So trifft man sich im und am „Tänzelnden Pony“  wie eben alle. Der Hang zur Kriminalität rührt sicher auch daher, dass das Angebot an Lehrstellen für quängelnde Miesepeter im Moment recht knapp aussieht. Haudegen war eben noch nie eine anerkannte Handwerkskunst, Dirne hingegen schon. Allerdings ist die Generation Kunstblut gar nicht an Arbeit interessiert, sondern am Beine baumeln, pöbeln und sinnvernebelndem Kraut rauchen. Problematisch wird es wenn Wachleute,  Schwarze Klingen und edle Ritter in Bree auftauchen, die ihre Waffen nicht zu Dekorationszwecken bei sich haben, sondern damit den armen „Bösen Jungs und Mädchen“ drohen, dass sie wegen ihrer Pöbelei zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Da sieht man sie plötzlich weinen, die schwarze Schminke verläuft im Gesicht, die Augenklappen werden nass und sie verschwinden recht schnell, um anderorts weiter zu stänkern, zur Not auch sich gegenseitig, da kommt es beim gemeinsamen Trinkgelage schon mal zu Blutgruppenunverträglichkeiten bis sie vor lauter Frust bei ihren eigenen Dirnen, wegen Geschäftsunfähigkeit, in die Schuldenfalle geraten.

Um die Beschaffungskriminalität ein zu dämmen, wurden Spenden eingetrieben, um für diese Gruppierung eine Wanderung  in den Düsterwald zu ermöglichen, um sie dort in spinnenwebgenetzten Höhlen mit Schädeldekor Artgerecht zu halten.

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One response to “Traumberuf, dunkle Gestalt?

  • aroncar

    An die Reaktion,
    Auch wenn ihr recht habt und es viele nutzlose dunkle gestalten gibt,vergesst aber nicht,das sich auch viele der „besseren“ Gesellschaft vojn Bree genau „dunkler Gestalten“ bedient,um ihre Position zu festigen.Und viele dieser dunklen Gestalten durchaus dem Armenviertel hilft. Vielelicht sollte über diese beiden Punkte auch mal ein Bericht kommen,oder ist das zu brisant für die Redaktion?

    Gruss von einer „dunklen Gestalt“

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