Massenvergnügen

Das Stadtbild von Bree wirkt im Allgemeinen recht ruhig, bis auf die Ansammlungen auf dem Vorplatz des bekannten Gasthauses „Zum tänzelnden Pony“.  Der Gerstenmann selbst überlegt schon, ob er Pfand auf Krüge nehmen solle, da mehr Personal mit einsammeln vermisster Kelche, Krüge und Becher beschäftigt sei, als die alte Kürbissuppe vom Herbst um zu rühren, damit sie nicht flockt.

Über alle bisherigen Spektakel hinaus, wie schlechte Musikanten, Schmierenkomödien und depressiven Reden,  wurde am vorletzten Freitag eine Hinrichtung auf der Bühne vor dem Pony vollzogen. Die Menge teilte sich in übliches Jubeln und Gejammer. Was allerdings Überraschend war, war das Frauengeschrei und dies nicht, weil ein  Elb ihnen unter den Rock schaute, sondern nun des Atems beraubt auf die Bühne kippte.  Vielleicht waren die Damen doch nicht so abgeneigt? Der Regen wusch das Blut ab, immerhin hat Bree noch immer keinen neuen Straßenkehrer. Kurz danach ging das Leben wieder zu Musik und Tanz über. Immerhin war der Gerstenmann zufrieden, man bestellte zur Feierlichkeiten, den „nackten Elben“ los zu sein, ein ganzes Fass Bier und zapfte selbst.

Die neue Stadtwache soll zumindest, nach vielem Aufruhr, beschlossen haben Hinrichtungen und Anprangerungen in Zukunft wieder am Gefängnis stattfinden zu lassen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: