Heidelbeer-Lembas?

heidelbe

Neulich kam eine Freundin zu mir die eine Schachtel mit Kuchen bekommen hat. Ich bekam große leuchtende Augen und zusammen schnürten wir die Schachtel auf, öffneten den Deckel und entdecken zehn kleine Kuchen, die wir bisher nie zuvor jesehen hatten.  Wir erfreuten uns zunächst an dem Duft. Unten war Pastetenkruste zu erkennen, darüber eine saftige Pampe aus Eierschaum und Auenlandäpfeln und oben drauf feinste Heidelbeeren. Wir legten als Krümelschutz eine Decke vor den Kamin, setzten uns oben drauf und hielten beide recht glücklich einen Kuchen in der Hand. Erwartungsvoll bissen wir hinen. Beide hatten wir den Mund so voll, dass wir erst einmal runter schlucken mussten, bevor wir etwas sagen konnten. „Oh du meine Güte“, schrie ich, “das schmeckt wie altes Brot mit Obst.“  Auch meine Freundin war geschmacklich wenig begeistert. Wir pulten die Heidelbeeren ab, löffelten ein wenig Eimasse mit Apfel bis wir den Rest erkennen konnten, der die Basis des Kuchens bildete. „Das ist Lembas,“ sagte meine Freundin skeptisch, während sie den Kuchenboden prüfend in der Hand drehte, „Ein Elbenbrot, geschmacklich nicht umwerfend aber sättigend und lange haltbar.“ „Ja festhaltbar, aber nicht essbar, hat was von Fensterkitt,“ sagte ich. Wir schlossen die Schachtel und gingen in die Redaktion des Belegaer-Boten. Dort gibt es stets genug hungrige und auch vielleicht auch ein paar Elben, die sich sicher freuen. Im Gegensatz zum sonstigen Ansturm auf öffentlich hingestellte Nahrungsmittel ging der Lembaskuchen eher langsam unter die Leute.  Das Rezept interessierte mich natürlich. Wie konnte ein Koch so etwas unwissentlich produzieren?  Wahrlich, laut Rezept solle es ein Pastetenkrusten, Eierschaum, Auenlandapfelmisch werden mit Heidelbeerhaube. Sehr merkwürdig, dass es dennoch nach Lembas schmeckt. Nächstes Mal versuchen wir es mit einer Teigkugel als Grundbasis…immerhin wird in der Redaktion sehr gern gekocht und gebacken.

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