Darf man da noch hinhören?

Herrn Knöterich, alteingesessener Heiler  aus Breelande, sah man kürzlich in Bree nur mit dem Kopf schütteln, als er sich einen Krug Bier in der Gastwirtschaft gönnte. „Da verschluckt man sich bei jedem Schluck“,  fluchte er leise in seinen Krug und meinte damit nicht den Gerstensaft, sondern die Gespräche und Gebärden um sich.

„Ich haben wollen ein Tee gehabt, lieb guck“, sprudelte es grade aus einer Frau, woraufhin Knöterich die Hälfte seines schwer erarbeiteten Bieres über den dreckigen Tisch vor sich spuckte. Kurz darauf jammert schon ein Halbling, “Ich war erster drinne, lass mich au mal dranne. *finsterlichst guck und mit Fuß aufstampf*“

Seitdem hängt in seiner Heilstube ein neues Pergament, wohl wissend, dass diejenigen denen geholfen werden müsse es nie lesen werden oder gar verstünden.

Sprachheilung nach Knöterich

Herauslösung von  Worten und Satzfügungen, die bereits Dreijährige besser beherrschen, durch Hypnose. Aufbau eines üblichen Wortschatzes, sowie Einüben von logischem Satzbau durch Lob und Schmerzprinzip, dabei wird dem Patienten körperlich der Schmerz zugefügt, den ein Denker im Hirn empfindet, wenn er solcherlei Unfug hören muss.

Das Therapieziel liegt in der altersadäquaten Realitäts- und Selbstwahrnehmung, in der Fähigkeit zur Interaktion und zur Wahrnehmung der Konsequenzen eigenen Handelns. Der Patient erprobt so etwas wie Selbstkontrolle und Selbstständigkeit, was wiederum ermöglicht, Selbstvertrauen und Selbstachtung zu entwickeln.

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